Die 10 größten deutschen Medien- und Wissenskonzerne 2023

Die 100 größten Medien- und Wissenskonzerne 2023

Lesedauer:

8–12 Minuten

97. Bauer Media Group (8. in DE)

Umsatz 2022: € 2,200 Mrd.

Überblick

Bauer Media Group, Sitz in Hamburg, Anfang 2024 auf Platz 124 der größten Familienunternehmen Deutschlands. Ein im Wesentlichen in den Bereichen „Publishing“ und „Audio“ aktiver Medienkonzern, bekannt vor allem für seine „Yellow Press“, seine „bunten Blätter“, und seine zahlreichen Radiosender. Zitat Bauer-Homepage: „Mit mehr als 500 Millionen verkauften Magazinen pro Jahr sind wir einer der größten Verlage Europas.“

Basisdaten

Hauptsitz:
Burchardstraße 11
20077 Hamburg
Deutschland
Telefon: 0049 40 3019-0
E-Mail: presse@bauermedia.com
Website: http://www.bauermedia.com/corporate-brand-de

Branche: Printmedien, elektronische Medien, Audio
Rechtsform: KG
Geschäftsjahr: 01.01.-31.12.
Gründungsjahr: 1875 als J.A.L. Bauer, 1962 Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft

Ökonomische Basisdaten

2023202220212020
Umsatz (in Mio. €)*2.2002.2002.2002.076,5
Beschäftigte12.00011.50011.50013.226

*Die Bauer Media Group veröffentlicht Umsatzahlen jeweils am Ende eines Jahres für das abgeschlossene Vorjahr.

Geschäftsleitung

  • Yvonne Bauer, Owner & Chair of the Board
  • Gerald Mai, Chief Legal Officer
  • Jan Wachtel, President Publishing
  • Vivian Mohr, President Audio

Geschichte

1875 gründete Johann Andreas Ludolph Bauer (1852-1941) einen Betrieb für Lithografie und Steindruckerei am Billhorner Röhrendamm in Hamburg. Ab 1897 druckte das in Bauer & Baltzer umbenannte Unternehmen dort das kostenlose Anzeigenblatt der „Rothenburgsorter Zeitung“. Wenige Jahre später übernahm Heinrich Friedrich Matthias Bauer (1874–1949), Sohn des Gründers, die Druckerei. Der Betrieb verlegte das Stammhaus 1923 in die Burchardstraße und gab ab 1926 die Zeitschrift „Rundfunkkritik“ heraus. Mit der zunehmenden Bedeutung des Mediums Radio stieg die Auflage in den 1930er Jahren auf mehr als eine halbe Million verkaufter Exemplare, und aus der „Rundfunkkritik“ wurde die „Funk-Wacht“.

Seit 1918 arbeitete auch Gründerenkel Alfred Louis Heinrich Bauer (1898–1984) in dem Familienbetrieb. 1935 wurde er Gesellschafter, 1939 trat er in die NSDAP ein. Recherchen des „Spiegel“ und des NDR-Medienmagazins „Zapp“ stellten 2020 eine inhaltliche Nähe der „Rundfunkkritik“ bzw. „Funk-Wacht“ zu NS-Gedankengut fest. Für die Nazis war die „Funk-Wacht“ „ein wichtiges Instrument zur Lenkung und Beeinflussung der Bevölkerung“, für den Bauer Verlag: die erfolgreichste Zeitschrift im Dritten Reich.

Die „Zapp“-Recherchen ergaben auch, dass in der „Funk-Wacht“ bereits im Herbst 1933 ein Fortsetzungsroman erschien, „der in Diktion und Gedankengut nationalsozialistisch geprägt“ war. Es ging „um eine Gruppe sozialdemokratischer Antifaschisten, dargestellt als korrupt und unfähig – ganz gemäß herrschender Ideologie. Am Romanende landen diese in einem Konzentrationslager, in dem einige Mitglieder der Gruppe durch körperliche Arbeit zurück ins wahre nationalsozialistische Leben gebracht werden.“ Der Medien-Historiker Karl Christian Führer dazu: „Es hätte kein Hahn danach gekräht, wenn die ,Funk-Wacht‘ einfach einen weiteren Unterhaltungsroman publiziert hätte. Sie publiziert plötzlich einen Roman, der die Diktatur legitimiert, rechtfertigt und die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten befürwortet.“ (1942 wurde die „Funk-Wacht“ wegen Papiermangels eingestellt).

Nach dem Krieg versuchte der Bauer Verlag wieder eine Lizenz zu erhalten, jetzt für die „Neue Funkwacht“. Die aber vom Hamburger Presseausschuss nur unter Auflagen ausgestellt wurde: Der erwähnte Fortsetzungsroman wurde als „Anbiederung an die NSDAP und Diffamierung der demokratischen Parteien“ beurteilt. Was sich auch herausstellte: Bauer hatte in den dreißiger Jahren insgesamt acht Immobilien gekauft, darunter 1938 zwei von jüdischen Eigentümern. Zu einer Zeit also, „in der viele jüdische Eigentümer ihre Immobilien verkaufen mussten, um vor dem Nazi-Terror zu flüchten.“ („Zapp“)

Alfred Bauer übernahm nach Kriegsende die Geschäftsführung. Da die Firma von der britischen Verwaltung keine Presselizenz erhielt, konnte man erst nach Gründung der Bundesrepublik an einen Zeitschriften-Verlag denken. Im Zuge des Wirtschaftswunders aber expandierte Bauer und wurde bis 1968 zum zweitgrößten westdeutschen Verlag – zunächst 1961 durch den Kauf des Kurt-Müller-Verlags aus Düsseldorf und 1963 des Wiener Lachner Verlags. Im selben Jahr übernahm Heinz Heinrich Bauer (geb. 1939), Alfred Bauers Sohn, die Verlagsleitung in vierter Generation.

Der Konzern wuchs und beherrschte bald den Markt der „Yellow Press“, u.a. mit den folgenden Illustrierten: „Hören und Sehen“ (später „TV Hören und Sehen“), „Quick“, „Neue Post“, „Praline“, „Bravo“ (1968 übernommenes Jugendmagazin, das eine der erfolgreichsten Publikationen des Hauses wurde), „Bravo Girl“ (1988), „Revue“ (1966 mit der „Neuen Illustrierte“ zusammengelegt. Die „Neue Revue“ entstand, wurde 2008 eingestellt). Oder wuchs mit Mode- und Frauenzeitschriften („Neue Mode“, „Neuer Schnitt“, „Elsa Moden“). Oder nahm Groschenromane aus dem Landsermilieu und Trivialliteratur ins Verlagsprogramm auf. Auch wurden in den 1970er Jahren immer mehr Special-Interest-Titel veröffentlicht, beispielsweise zu den Themen Kochen, Heimwerken, Wohnen und Bauen, Garten, Fahrzeuge. Die Bauer Verlagsgruppe: größter deutscher Zeitschriftenverlag.

Seit 1984 war Bauer an TV-Produktionen beteiligt, beispielsweise dem Magazin „Bravo TV“ (Sat.1, RTL2, ZDF; 2010 eingestellt). 1991, nach dem Mauerfall, kaufte Bauer eine Tageszeitung: die 1890 gegründete, ursprünglich sozialdemokratisch orientierte, in der DDR als SED-Organ herausgegebene „Volksstimme“ aus Magdeburg. Dazu hat die Bauer Media Group 2020 auch die „Mitteldeutsche Zeitung“ (Abkürzung „MZ“, aus Halle) von der Kölner DuMont Mediengruppe übernommen. Dann nutzte Bauer, wie viele deutsche Verlage, nach 1989 die Chance zur Expansion in Mittel- und Osteuropa. Und 1991 gründete man die Programmzeitschrift „TV Movie“. Schließlich kaufte die Bauer Media Group 2012 die deutschen Ausgaben von „Cosmopolitan“, „Shape“ und die Zeitschrift „Joy“.

Doch es gab Rückschläge. 1992 musste das Magazin „Quick“ eingestellt werden, das ehemalige Flaggschiff des Konzerns. Und das Projekt scheiterte, dem Hamburger „Spiegel“ mit dem Nachrichtenmagazin „Ergo“ Konkurrenz zu machen. Was 2002 auch fehlschlug: der Kauf von Sat.1 und ProSieben, Teile der Kirch-Konkursmasse, an denen man interessiert war. Oder die Expansion im Tageszeitungsmarkt. Zwar interessierte sich Bauer 2003 für den Berliner „Tagesspiegel“ – das renommierte Hauptstadtblatt sollte das Schmuddelimage von Bauer aufpolieren. Doch trotz eines letzten Angebots von 20 Millionen Euro scheiterte das Geschäft am Holtzbrinck-Verlag.

1989 startete mit „Woman’s World“ das erste Bauer-Blatt in den USA, 2006 übernahm man Anteile an dem polnischen Radio RMF (das inzwischen komplett zur Verlagsgruppe gehört), dem heute nach eigenen Angaben meistgehörten Sender in Polen. Ende 2007 dann die Übernahme von Publikumszeitschriften und Radiosendern des britischen Medienhauses emap (1887 gegründet). Zu den nun Bauer gehörenden Zeitschriften in Großbritannien zählen Titel wie „Empire“, „FHM“, „Mojo“, „Q“, die britische Ausgabe von „Grazia“ und „Closer“; die 94 Radiosender decken den Großteil Großbritanniens ab. Jetzt ist Bauer zweitgrößter kommerzieller Radiobetreiber und größter Zeitschriftenverlag in Großbritannien.

Im September 2012 übernahm Bauer für umgerechnet 407 Millionen Euro das australische Medienunternehmen Australian Consolidated Press (ACP), zu dem Zeitpunkt der größte Zeitschriftenverlag in Australien und Neuseeland (im Juni 2020 allerdings die Meldung: Bauer verkauft das gesamte Australien- und Neuseeland-Geschäft an den Finanzinvestor Mercury Capital. Der Bauer-COO damals: „Australien ist einer der schwierigsten Magazinmärkte der Welt“). Schließlich kaufte die Bauer Media Group 2013 den britischen Radiosender „Absolute Radio“ und 2015 den skandinavischen Hörfunkanbieter SBS Discovery Radio mit den Sendern „Mix Megapol“ (Schweden), „Radio Norge“ (Norwegen), „Nova fm“ (Dänemark) und „Iskelma“ (Finnland).

Dann allerdings waren rückläufige Vertriebs- und Werbeerlöse von Bauer-Medien zu verzeichnen. 2018 sagte die Verlegerin Yvonne Bauer: Der Konzern sollte unabhängiger vom Stammgeschäft werden, zum „Multi-Business-Unternehmen“ mit vier Säulen: „Verlagsgeschäft (Print/Digital), Radio, Online-Vergleichsportale für Handy-, Finanz- und Stromverträge sowie Digitalmarketingservices für kleinere Unternehmen.“ Eine Business-Strategie, die so nicht aufgegangen ist. Die ersten zwei Säulen haben jetzt englische Titel (Publishing, Audio), die Vergleichsplattformen tauchen nur noch bei Investments auf – die Marketingservices gibt es nicht mehr.

An der eigenen Vergangenheit hatte Bauer lange kein besonderes Interesse. Andere große Verlagshäuser hatten sich mit ihrer Rolle im Nationalsozialismus beschäftigt: Burda beispielsweise, der DuMont Verlag, Bertelsmann sogar mit einer Historikerkommission. Und jetzt, nach den Recherchen von „Spiegel“ und „Zapp“, auch Bauer. Es hieß: „Wir werden noch im Laufe des Jahres 2020 einen Historiker damit beauftragen, die Geschichte und die Vorgeschichte des Bauer Verlags während der Zeit des Nationalsozialismus zu recherchieren und die Ergebnisse mit der Öffentlichkeit teilen.“

Management

Seit der Gründung vor rund 150 Jahren ist der Konzern im Besitz der bekanntlich sehr verschwiegenen Familie Bauer. Der letzte Generationswechsel hatte sich aber angedeutet. „Ich bin damals von meinem Vater bestimmt worden, einen großen Teil des Verlags zu erben“, hatte der als pressescheu, als „Erbsenzähler“ oder „Pfennigfuchser ohne Visionen“ geltende Verleger Heinz Heinrich Bauer (geb. 1939) dem „Spiegel 2009 verraten. „Das Prinzip hat sich bewährt, weil ich schnell entscheiden und hohe Risiken eingehen konnte. Ich möchte das genauso handhaben.“ Im selben Jahr wurden die Weichen dementsprechend gestellt. Bauer holte seine zweitjüngste Tochter Yvonne, Jahrgang 1977, die „tougheste“ seiner vier Kinder in die Konzernleitung und machte sie zur Chefin wichtiger Verlagsteile. Für die „kühle Kronprinzessin“, so „Die Welt“ im Januar 2010, sei das eine Zwischenschritt zur vollständigen Übernahme der Macht.

Im Dezember 2010 dann die Schlagzeile: „Yvonne Bauer ist die neue Verlegerin.“ Dazu wurden mit sofortiger Wirkung 85 Prozent der Kommanditanteile des Unternehmens auf sie übertragen. Und der Verlag bleibt in fünfter Generation in Familienhand. Die drei Schwestern – Mirja, Nicola und Saskia Bauer – sind jetzt mit jeweils fünf Prozent als Kommanditisten an der Heinrich Bauer Verlag KG beteiligt. Zum 150. Firmenjubiläum (2025) stellte Yvonne Bauer (Chair of the Board) das Executive Board neu auf. Berufen an die Spitze der Kerngeschäftsfelder wurden Jan Wachtel („Publishing“, zuvor in Führungspositionen bei Bild, RTL und der Funke Mediengruppe) und Vivian Mohr („Audio“). Yvonne Bauer: „Ich bin stolz darauf, die Bauer Media Group als Familienunternehmen in der fünften Generation führen zu dürfen und dafür zu sorgen, dass wir auch die Medienindustrie der nächsten Jahrzehnte mitgestalten.“

Geschäftsfelder

Heute ist Bauer international in elf Märkten aktiv, neben Deutschland etwa in Großbritannien, den USA, Spanien, Frankreich, Polen, Rumänien, Ungarn, Tschechien, der Slowakei. Mehr als die Hälfte des Umsatzes wird im Ausland gemacht, in den drei Geschäftsbereichen Publishing, Audio, Investment. Bzw. Zitat Bauer-Homepage: „Wir sind ein Medienunternehmen, das sich darauf fokussiert, Content für Millionen von Menschen in ganz Europa zu erstellen. Unser Angebot umfasst Print- und Online-Publikationen, Audio-Entertainment sowie Investitionen in andere Medien- und Technologiebereiche.“

Bauer Media Publishing („Informing, entertaining and inspiring every day”)
Noch ein Zitat Bauer-Homepage: „Mit mehr als 500 Millionen verkauften Magazinen pro Jahr sind wir einer der größten Verlage Europas. Von Frauen- und Promi-Zeitschriften über TV-Magazine bis hin zu Food- und Special-Interest-Titeln: Sowohl gedruckt als auch digital publizieren wir einige der beliebtesten Medienmarken in Deutschland, Großbritannien, Polen und Frankreich.“

In Deutschland ist Bauer mit jährlich über 260 Millionen verkauften Heften das größte Unternehmen der Publishing-Branche. Der Fokus liegt dabei auf den Segmenten TV, Women, Celebrity, Food, Health sowie Special Interest. Beispiele für in Deutschland publizierte Zeitschriften: „Alles für die Frau“, „Astrowoche“, „Auf einen Blick“, „Auto Zeitung“, „Avanti“, „Bella“, „Bravo“, „Bravo Girl“, „Bravo Sport“, „ClassicCars“, „Closer“, „Fernsehwoche“, „Freizeitwoche“, „inTouch“, „Joy“, „kochen & genießen“, „Laura“, „Lecker“, „Mach mal Pause“, „Maxi“, „Mein TV und ich“, „Mini“, „das neue“, „Das Neue Blatt“, „Neue Post“, „Rezepte pur“, „Schöne Woche“, „Selbst ist der Mann“, „Shape“, „Tina“, „tv14“, „TV Hören und Sehen“, „TV klar“, „TV Movie“, „Welt der Wunder“, „Woche heute“, „Wohnidee“. Und weiter: „Im Digitalen sind unsere Online-Marken, unter anderen unser reichweitenstarkes Frauen-Lifestyle-Portal „WUNDERWEIB.de“ … und unser Food-Portal „lecker.de“, führend in ihrem jeweiligen Bereich.“

Die deutsche Ausgabe der traditionsreichen Frauen-Zeitschrift „Cosmopolitan“ hat die Bauer Media Group im Frühjahr 2012 übernommen. Bauer (man wollte Anzeigenkunden aus dem Luxus-Segment gewinnen) nannte das Geschäft damals einen Ausbau des „Premium-Portfolios“; die Süddeutsche Zeitung kommentierte, es wirke, „als ob Pinneberg und Paris Partnerstädte werden sollen“.

Ausländische Märkte (Beispiele): Jede dritte in Großbritannien verkaufte Zeitschrift kommt von der Bauer Media Group (u.a. „Grazia“, „Empire“, „Mojo“, „Closer“, „Bella“). In Frankreich sind es zum Beispiel „Télécâble Sat Hebdo” (mit rund 416.000 verkauften Exemplaren pro Woche), „Maxi“ (mit rund 274.000 verkauften Exemplaren pro Woche), „Maxi Cuisine“, „Jeux de Maxi“. In Polen werden jährlich 200 Millionen Zeitschriften-Exemplare verkauft und „9 out of 10 best-selling magazines“ veröffentlicht.

Bauer Media Audio („Making our listeners‘ world sound better”)
Europas führender Betreiber digitaler Radiosender mit wöchentlich über 57 Millionen Hörer. Aktiv in acht Ländern besitzt Bauer Audiomarken wie Mix Megapol (Schweden), Radio Norge (Norwegen), RMF (Polen), Radio Expres (Slowakei), The Voice (Dänemark), Radio Comercial (Portugal), Radio Nova (Finnland), Today FM (Irland) oder KISS, Magic, Absolute Radio, Scala Radio, Hits Radio Brand Network (alle in Großbritannien) und viele mehr.

Bauer Media Investments
Hierunter fallen zwei Tageszeitungen: Die 1890 gegründete, 1991 von Bauer erworbene Magdeburger „Volksstimme“; die 2020 von der Kölner DuMont Mediengruppe übernommene „Mitteldeutsche Zeitung“ aus Halle. Und die Anteile am TV-Sender RTL Zwei (31,5 Prozent) und an Radio Hamburg (25 Prozent Kapitalanteile), sowie Internet-Vergleichs- und Gesundheitsplattformen.

Aktuelle Entwicklung

„Immer weniger Werbegelder werden in die gedruckten Zeitschriften investiert“: 2024 hat der Print-Konzern Bauer entschieden, die eigenständige Vermarktung seiner deutschen Zeitschriften ab 2025 an Ad Alliance (RTL- bzw. Bertelsmann-„Vermarktungseinheit“) zu vergeben; eine Erlaubnis des Bundeskartellamtes dafür gab es am 11.11.2024.

Auch eine neue Redaktionsorganisation gab es ab März 2025: Eine einzige „Zentralredaktion“ sollte die Inhalte für „fast alle Hefte des Hauses“ entwickeln. Seit Jahren schon hatte man Redaktionen zu „titelübergreifenden Themen-Teams“ zusammengelegt, jetzt wollte man „das Magazinmachen revolutionieren“. Stellen sollte dies nicht kosten, hieß es, ohne Aussage zu den konditionellen Bedingungen.

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